Eine ruhige Villa in Neuseeland. Ein
korpulenter gut gekleideter Mann flaniert durch die sündhaft teuren,
marmorgefliesten Gänge. Plötzlich ein ohrenbetäubender Lärm. Der
Mann flüchtet sich in den sogenannten Panic Room der Villa und
ergreift hektisch eine abgesägt Schrotflinte. Angst steht im ins
Gesicht geschrieben. So, sagte das Einsatzkommando, haben sie Kim
Schmitz gefunden, als sie seine Villa stürmten. Aber wie konnte es
dazu kommen?
Es ist völlig klar, dass Kim Schmitz, alias Kim Dotcom, schon lange im Fokus der
amerikanischen Regierung stand. Der Grund: seine Website megaupload.com. Diese Website ermöglichte dem geneigtem
Internet-Benutzer Zugriff auf eine riesige Datenbank, voller
aktueller Kinofilme und Musik. Das Prinzip beruhte darauf, dass jedes
Mitglied der Website, sowie die Betreiber selbst, in der Lage waren
Dateien auf der Website zur Verfügung zu stellen, bzw. sie
ihrerseits herunterzuladen. File-sharing wird dieses System in
Fachkreisen genannt. Da auf der Website der Anspruch an Videos und
Musik oftmals allerdings äußerst umstritten war wurde das Portal
schnell ein Dorn im Auge der Internet-Fahnder. Genaue Gesetze bezüglich
dieses Phänomens gibt es leider noch nicht. Es ist aber unstrittig,
dass diese Verbreitung von Medien mehr und mehr den Markt zerstört.
Zur Verteidigung des Gründers muss man
ihm jedoch einräumen, dass er stets auf Anfragen reagierte und die
jeweiligen Inhalte zeitnah von der Website entfernte. Darüber hinaus
diente die Website nicht nur dem semilegalen Download von Dateien mit
fragwürdigem Ursprung, sondern war vielmehr eine globale Platform
zum sichern und teilen privater Inhalte. Da mit der Verhaftung Kim
Dotcoms allerdings die gesamte Website abgeschaltet wurde, werden nun
erste Proteste bezüglich des erheblichen Datenverlustes laut.
Zu entscheiden inwiefern die
drastischen Maßnahmen, der amerikanischen Regierung, wirklich
gerechtfertigt waren, oder ob die Vorgehensweise der Website
moralisch zu verantworten ist, wird nun Aufgabe der Gerichte sein. Klar ist nur, dass der weltbekannte Internet-Millionär
eine starke Massenbasis hinter sich hat. Schließlich wollen eine Milliarde ehemalige Besucher der Website, darunter etliche Prominente, nun ihre Daten zurück.
Der Megauploadskandal? Kim Schmitz sieht schwedische Gardinen! am 26.01.2012 by yamsi.tv